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Visbeker Hünengräber
Im Landkreis Vechta befinden sich die Großsteingräber Visbeker Braut, der dazu passende Bräutigam sowie der "Heidenopfertisch".

Parken können Sie am Gasthof Engelmannsbäke bei Ahlhorn. Dort finden Sie den Heidenopfertisch und den Bräutigam, zur Braut fährt ein ausgeschilderter Fußweg "Brautweg". In kürzerer Zeit lassen sich weitere Anlagen (Große und kleine Kellersteine) erreichen. Man spricht von der "klassischen Quadratmeile der Vorgeschichte".
Bei den Großsteingräbern handelt es sich um "Massengräber" aus der Trichterbecherkultur (3400 - 2800 v.d.Z.) Siehe auch Siebensteinhäuser. Die Menschen waren damals Ackerbauern und Viehzüchter und bauten solche Gemeinschaftsgräber offenbar nach dem Vorbild der anderen Megalithanlagen an der französischen
Atlantikküste und in Südengland. Ähnliche Gräber findet man bis hinauf nach
Schweden. Alle diese Grabanlagen bestehen grundsätzlich aus einer Grabkammer, die aus rechteckig aufgestellten, großen Steinen gebildet wurde. Darauf kamen dann Decksteine und alles wurde mit einem Hügel zugedeckt. Die hier vorgestellten Gräber gehören zu den größten in (Nordwest-) Deutschland.
Die Findlinge sind während der Eiszeiten von den Gletschern von Skandinavien hertransportiert worden und blieben in der norddeutschen Tiefebene liegen; sie bestehen aus Granit.

Heidenopfertisch
Hierbei handelt es sich keineswegs um einen "heidnischen Altar", wie die Namensgebung und die Bezeichnung auf einem Steindruck von L. Strack ("Heidnischer Altar bei Engelmanns Bach", 1827) vermuten lassen. Es handelt sich um einer christlichen Deutung, die die imposanten Gräber mit heidnischen Riten in Verbindung brachte. Tatsächlich ist der
Heidenopfertisch eine große Grabanlage der Trichterbecherkultur, deren mächtige, westliche Deckplatte noch erhalten ist. Die Grabkammer ist 9,5 x 2 Meter groß, alle Trägersteine sind erhalten, von weiteren Deckplatten wurden nur Reste gefunden. Wie bei vergleichbaren Anlagen, wurden auch hier mehrere Generationen von Menschen aus einer Siedlungsgemeinschaft beigesetzt.

Visbeker Bräutigam
Der Bräutigam ist eine schöne, 104 Meter lange Anlage, die ebenfalls in die Trichterbecherkultur datiert wird. Man kann die ganze Anlage mit ihren 130 (ursprünglich 170) Findlingen abschreiten, sie hat eine Breite von ca. 8 - 9 Meter (die Braut ist etwas kleiner). Über eine lange Erdaufschüttung kommt man zur eigentlichen, 10 Meter langen Grabkammer im Westteil des Bräutigams, die vollständig erhalten ist. Wie beim Heidenopfertisch, so erklärt auch hier die lokale Sage die Herkunft
der Grabanlagen: Ein Mädchen sollte gegen ihren Willen verheiratet werden
und wünschte sich, dann doch lieber zu Stein zu werden. Das ging tatsächlich
in Erfüllung und ihr Brautzug sowie der entgegenkommende Zug des
seien versteinert worden.
Aufgrund der vielen Gräber im Umfeld wird auch vermutet, dass "Braut" und "Bräutigam" bei Visbek auch kultische Bedeutung hatten.

Die Braut wird aufgrund ihrer Ausrichtung auf den Sonnenaufgang zu Mittsommer mit der Sommersonnenwende verbunden, der Bräutigam aufgrund seiner genauen Ost-West-Ausrichtung mit den Tag-und-Nacht-Gleichen.


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Visbeker Braut
Visbeker Braut
Visbeker Braut
Visbeker Braut
Visbeker Braut
Visbeker Braut
Visbeker Braut
Bild Karte
Siehe auch:
Glaner Braut

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